KI ersetzt Akademiker

Hieß es früher noch, dass ein Studium die Zukunft eines Kindes absichert, sind es derzeit oft handwerkliche Fähigkeiten, in denen größere Entwicklungsmöglichkeiten gesehen werden. Denn viele akademische Berufe können, zumindest teilweise, von Künstlicher Intelligenz ersetzt werden. Dadurch sinkt der Bedarf und das zeigt sich inzwischen verstärkt in der Arbeitslosenstatistk. Noch liegen Akademiker, von denen aktuell 3,3 % arbeitslos gemeldet sind, weit unter den 6,3 %, der Gesamtzahl Arbeitsloser in Deutschland. Doch seit 2019 hat sich die Anzahl der arbeitslosen Akademiker beinahe verdoppelt. Tendenz steigend. Besonders in Informationstechnologie, Ingenieurwesen, Banken und Versicherungen ist der Einstieg schwieriger geworden. Vor allem junge Berufsanfänger, die noch keine oder nur wenig Erfahrung vorweisen können, sind davon betroffen. Es gibt einige Ursachen dafür: die

üblichen Marktschwankungen, Exportverluste durch den Ukraine-Krieg und Trumps Zollpolitik, aber vor allem anderen, die Einführung der künstlichen Intelligenz. Viele Aufgabenbereiche von Akademikern, wie die Zusammenstellung und Auswertung von Daten, werden inzwischen billiger und schneller von KI-Tools ausgeführt. Das macht sie attraktiver für Unternehmen. Erschwerend kommt hinzu, dass Kompetenzen im Umgang und der Nutzung von KI den Studierenden bisher nicht in ausreichendem Maße vermittelt wurden, so das sie, trotz allem Fachwissen, schon direkt nach dem Abschluss ihres Studiums nicht mehr ausreichend qualifiziert für ihren Berufszweig sind.

Da zudem viele Arbeitgeber es bisher versäumen, genügend Schulungen für den richtigen Umgang mit den von ihnen genutzten KI-Tools anzubieten, müssen Akademiker diese Wissenslücke zügig selbst füllen, bevor sie vollends den Anschluss verlieren.

Author: admin

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